Donnerstag, 16. November 2017

Die Zerstörung von Düren / NRW

Heute, am 16.11. jährt sich die Zerstörung von Düren. Am 16.11.1944 wurde Düren nahezu komplett zerstört, durch einen Luftangriff der britischen Luftwaffe.

Diese Info steht natürlich nur stellvertretend für nahezu alle Städte im damaligen Deutschland. Denn jede Stadt musste mit den Angriffen leben.

Allein bei diesem Angriff starben rund 3100 Menschen. Auch wenn der Großteil der Bevölkerung evakuiert war.



Warum wurde Düren zerstört?


Die Bodentruppen der Alliierten wollten nach Köln. Sie kamen von Osten. Also lag Düren auf ihrem Weg. Mit dem massiven Luftangriff sollte der Wiederstand gebrochen werden. Damit die Bodentruppen nahezu ungehindert ihren Weg nach Köln zurück legen konnten.




Damals stand auf dem heutigen Friedrich-Ebert-Platz, besser bekannt als "Kreisverkehr", ein Wasserturm. Dieser wurde von deutschen Truppen gesprengt auf ihrer Flucht, damit die britischen Truppen sich nicht ungehindert versorgen konnten.

Doch es nutzt nichts. Denn wie wir wissen kamen die Briten trotzdem bis Köln durch.

Viele Gebäude, die alt und markant waren, wurden in Düren zerstört. Denn Düren war früher eine "reiche" Stadt. Hier war viel Industrie ansässig und somit auch die Firmenchefs. Um einen Namen zu nennen: Schöller!

Mehr zu dieser Familie gibt es hier zu lesen.

Dieser Angriff veränderte das "Gesicht" von Düren komplett. Es blieben nur 7 Häuser im Stadtkern bewohnbar. Der Rest war entweder völlig zerstört oder nicht mehr bewohnbar. Aber es musste schnell Wohnraum geschaffen werden für die Menschen, die aus der Evakuierung zurück kommen sollten  und auch kamen.

So wurde nach dem Krieg schnell "etwas" gebaut. Es war damals egal ob es schön aussah. Das alte Bild von Düren gab es ohnehin nicht mehr. Es musste schnell Wohnraum geschaffen werden. Dementsprechend ist Düren heute nicht sehr ansprechend.

Es wird viel über das Bild von Düren gemeckert. Aber man muss bedenken, als die Gebäude entstanden, war eine andere Zeit. Damals musste es nicht hübsch sein, sondern die Bewohner, die zurück kamen, brauchten ein "Dach überm Kopf". Und das war gelungen.

Darum sieht Düren heute nicht sehr ansprechend aus. Nicht so wie damals. Aber vermutlich ist das in vielen Städten im Land nicht anders.

Man muss immer bedenken, damals war eine andere Zeit. Es gab andere Prioritäten als heute.

Der Angriff dauert nicht mal eine halbe Stunde. Also von 15.23 bis 15.44 Uhr. Aber es reichte, um den Stadtkern fast vollständig zu zerstören und den Weg "frei zu machen" für die Bodentruppen Richtung Köln.

Ist Düren heute lebenswert?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten. Ich bin hier in Düren geboren und auch hier aufgewachsen. Düren ist meine Heimat. Wenn ich von hier weggehe, dann hat das andere Gründe. Bezogen auf mein Leben. Nicht auf die Stadt.

Sicher gibt es schönere Städte in Deutschland. Aber man muss eben immer bedenken, damals war eine andere Zeit. Die Menschen, die zurück kamen musste irgendwo wohnen. Und dies ist wohl gut gelungen dafür, dass Düren damals komplett zerstört wurde.




Nicht wird wieder wie es mal war

Düren wird sicher nie wieder so, wie es vor der Zerstörung mal war. Es wurde damals sogar überlegt, Düren an anderer Stelle wieder aufzubauen.

Aber dann wären auch die wichtigen Verkehrswege weggefallen. Und die wenigen Gebäude, die noch Standen. So wie der HBF von Düren. Es ist ein altes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Damals dienten die Bahnschienen und der HBF wohl der Luftwaffe als Orientierung. Darum steht das Gebäude heute noch.

Mehr zu dem Gebäude gibt es hier zu sehen. Dort ist auch ein Foto zu sehen.

Sicher sind nicht alle Entscheidungen der Jahre positiv und richtig gewesen. Aber wo ist es das schon? Es gibt im Land viele Entscheidungen, die sich als Fehler raus stellten. So auch in Düren.

Fazit

Aber Alles in Allem muss man schon sagen, dafür, dass Düren damals komplett zerstört wurde, ist aus der Stadt wieder etwas Ordentliches geworden. Trotz vieler negativer Dinge.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen