Mittwoch, 21. Februar 2018

Einsamkeit bei Arbeitslosigkeit

Wenn man arbeitslos wird, hat man meist auch weniger Kontakte zu anderen Menschen. Wenn man arbeitet ist immer jemand da. Entweder Kollegen, Kunden, oder Mitarbeiter von anderen Unternehmen mit denen man zusammenarbeitet. Man muss hier und da was abklären. Auch mit Leuten von anderen Firmen. Man hat also immer wieder Kontakt zu anderen Menschen. Egal in welcher Abteilung man arbeitet.

Wenn man arbeitslos wird, sei es durch Arbeitsplatzabbau, oder durch Schließung des Unternehmens, fallen auch meist die Kontakte weg. Zu manchen Ex-Kollegen hat man vielleicht noch Kontakt. Auch zu manchen Mitarbeitern von anderen Unternehmen. Aber mit der Zeit verläuft sich auch dies. Anfangs ist es vielleicht so, zu den Leuten, mit denen man engeren Kontakt hatte, bleibt der Kontakt auch erst mal weiterhin bestehen. Aber mit der Zeit verläuft sich alles in alle "Himmelsrichtungen". Das heißt, auch die Kontakte schlafen ein. Irgendwann sieht man sich noch mal. Gerade in Zeiten des Internets über die sozialen Seiten hält man noch Kontakt. Auch vielleicht über Mail. Aber nach einer gewissen Zeit verläuft sich das alles irgendwie. Man müsste schon ein super enges Verhältnis haben, damit die Kontakte weiter bestehen bleiben. Ich denke mal, dies liegt daran, dass man aufgrund der Arbeit die Leute gefunden hat. In dem Sinne, dass man zufällig zusammengewürfelt wurde. Nur wenige Kontakte bleiben wirklich von Dauer bestehen.

Somit stellt sich auch irgendwann die Einsamkeit ein, wenn man nicht gerade schnell eine neue Arbeitsstelle findet. Man fühlt sich unbeliebt weil man nicht mehr die Bestätigung hat von anderen Leuten, die man bisher hatte. Aber was macht man gegen die Einsamkeit?




Ein "schlauer Ratschlag" wäre natürlich, sich schnell eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Aber das ist manchmal nicht so einfach. Wenn das so einfach wäre, hätten wir nicht so hohe Arbeitslosenzahlen. Von der "Augenwischerei" rede ich jetzt mal nicht.

Nicht immer sind Freunde da

Wenn man einige gute Freunde und eine funktionierende Familie hat, hat man meist Kontakte zu anderen Menschen. Aber manche haben dies auch nicht in ihrem Umfeld. Aber der Mensch ist von Natur aus an soziale Kontakte gewohnt. Aber in den modernen Zeiten sind die sozialen Kontakte immer weniger geworden. Ich erinnere mich an früher. Da saß meine Oma mit anderen älteren Nachbarn oft bei schönem Wetter vor der Haustür. Heute gibt es mehr TV-Programme, Internet, Telefon, Handy. Damit begehen viele ihre Kommunikation. Was aber ganz anders ist als wie wenn man auf Stühlen mit anderen vor der Haustür sitzt.

Die moderne Technik verursacht eher, dass viele Menschen einsam sind. Nicht nur wenn sie arbeitslos sind. Auch getrennte Partner oder Renter sitzen oft alleine in ihrer Wohnung. Aber auch mit Partner kann man alleine sein. Dann nämlich, wenn die Partnerschaft nur offiziell ist aber in Wirklichkeit gar keine wirkliche Partnerschaft mehr ist.

Auch nach einem Umzug kann es passieren, dass die sozialen Kontakte fehlen. Vielleicht aber auch, weil man sich in seinen eigenen 4 Wänden einigelt. Über dem Internet kann man zwar andere Menschen kennen lernen, aber dies ersetzt nicht den persönlichen Kontakt. Also man muss sich auch mal persönlich treffen und sich regelmäßig sehen.

Man ist nicht falsch

Man muss sich jedenfalls klar machen, auch wenn man sich einsam fühlt, man ist nicht unbedingt die falsche Person. Man hat nichts Abschreckendes an sich. Dies muss man sich immer wieder klar machen. Manchmal sind die Lebenswege einfach so, dass man weniger Kontakte zu anderen hat. Und für seinen Lebensweg kann oft niemand etwas.

Vielleicht liegt es ja auch an den Menschen, mit denen man Kontakt hat. Diese wollen vielleicht gar nicht so viele Kontakte, auch wenn sie es sagen. Also es liegt nicht immer an einen selber.

Man sollte einfach seine Wohnung verlassen und sich dort aufhalten, wo viele Menschen zu finden sind. Man sollte sich hier aber auch die richtige Örtlichkeit aussuchen. In einer Disco, wo es durch die Musik recht laut ist, kann man sich nicht sehr gut unterhalten. In einem Biergarten klappt das schon eher.

Man sollte also Gelegenheiten nutzen, wo man sich mit anderen unterhalten kann. Dann sieht man auch, ob es passt oder nicht. Wenn es passt, wird der Kontakt auch weiterhin bestehen bleiben.

Auf andere zugehen

Man muss auch den Mut haben, auf andere Menschen zuzugehen. Den Kontakt aufzunehmen. Gerade wenn andere Menschen in der gleichen Situation sind, einsam zu sein, haben sie vielleicht inzwischen auch Hemmungen, Kontakte zu knüpfen oder aufzubauen. Wir kennen das "Spiel". Keiner sagt was und man geht wieder auseinander ohne sich je wiederzusehen.

Also muss man selber den Schritt wagen und auf andere zugehen. Man kann hier mit normalen Smalltalkthemen anfangen. Berühmtes Beispiel ist das Wetter. Man kann es nicht ändern, aber man kommt darüber ins Gespräch. Aber wem dies zu "blöd" ist, kann natürlich auch andere Dinge finden. Vielleicht bezogen auf die Umgebung, in der man sich befindet, auf die Menschen, die sich dort aufhalten oder noch simpler, auf einen Film im Kino, den man mit der jeweiligen Situation und Örtlichkeit verbinden kann. Dann kommt man auch ins Gespräch und kann zu einem Hobby übergehen, oder ähnliches.

Aber sich zu Hause in der Wohnung einigeln, ist wohl die schlechteste Lösung. Denn man sagt ja immer, "Es kommt niemand nach Hause, den man kennen lernen kann.". Dies mag richtig sein.

Und wer weiß. Vielleicht ergeben sich dadurch auch neue Kontakte in beruflicher Hinsicht. Dies wäre dann ein Glücksfall. Aber wichtig ist, wenn man überhaupt Kontakte zu anderen Menschen hat.

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